Bye-bye, Internet

Letzter Vormittag ohne Internetprobleme… Wir waren mal so cool und haben unser Internet zum 01. Oktober in Lage angemeldet. Aber kein Stress: Ich hab genug Internet in der Po-Tasche für Geschäftliche Korrespondenz. Und generell: es gibt nichts worauf ich noch stolzer bin als auf die Tatsache, dass ich mir inzwischen zwar einen traumhaften lokalen Arbeitsplatz erschaffen habe, gleichzeitig aber auch ohne viel Umstand aus einem Rucksack flexibel arbeiten kann. 😎 Digital Office sei dank. Und dann habe ich alles Geschäftliche über eine externe Festplatte am Laufen; ich habe einfach keinen Schwund, egal an welchem Endgerät ich sitze. 😄

So flexibel war ich früher in allen Lebenslagen. Diese planerische Kunstfertigkeit ist mir leider zwischendurch plötzlich, ohne Vorwarnung abhanden gekommen. Ich glaube es war eine Art Burnout. Dann war ich, wenn es herausfordernd wird, schnell überfordert und bekam kaum einen klaren Gedanken geformt.

Inzwischen geht es mir da besser mit. Die Lösung für mich ist, Dinge nicht zu ernst zu nehmen. Natürlich weiß ich, dass gewisse Dinge ernst sind; zum Beispiel unser Auszugstermin oder die frühzeitige Anmeldung meiner Tochter an einer Grundschule. Aber ich darf mir das nicht zu sehr vor Augen führen; ich muss das Leben spüren wie ein Spiel und nicht wie eine Verantwortung.

Und ja, wenn es um mein Diaspora-Buch geht, gilt das doppelt. Und wenn es um Aufträge geht, gilt das dreifach. Wenn ich Spaß habe, haben Sie Freude am Endergebnis!

Ich will alles lernen!

Und ich muss akzeptieren, dass mir vieles auf einmal wichtig ist. Ich bin nunmal eine Scannerpersönlichkeit.

  • „Woah, ein frei zügänglicher Psychologiekurs! Den anzugucken hat Prio 1!“
  • „Woah, ein Grafikdesign-Kompendium! Mir das Grundwissen zusätzlich zu meinem intrinsischen Instinkten zu holen hat Prio 1!“
  • „Woah, ich erzähle endlich meine Diaspora Geschichte und meine Probeleser sind begeistert! (Wobei sie die letzten Male etwas genervt wirkten 😅) Das Manuskript hat Prio 1!“
  • „Oh nein, Mutti braucht warme Hosen! Die zu nähen hat… na ratet mal!“ 😂

Und so geht es weiter. Die Kunst ist, meine „Prio 1“ Dinge noch einmal zu Priorisieren. Und ihnen Zeiträume einzuteilen, denn ich möchte nichts davon nach hinten verschieben. Und mein Tipp: zur Zeitplanung einen Timer nehmen, den man lieb gewinnt. Ich mag zum Beispiel die Chäff-Business-Timer echt gern.

Den Psychologiekurs habe ich dann doch gestrichen. Viel Planung geht wegen des Umzugs in diesem Konkreten Moment nicht, ich muss flexibel reagieren können. Aber ich habe mir vorgenommen, 750 Worte Pro Tag für meine Geschichte zu schreiben. Das klappt nicht jeden Tag; zum Beispiel war ich am Wochenende zu überreizt zum schreiben. Aber ich weiß, wieviele Worte es bis heute hätten sein müssen und sehe zu, dass ich es nachgeholt kriege. Ich bin jetzt bei 18164 und müsste heute theoretisch am Abend bei 20032 sein. Wenn ich mich ans schreiben setze ist die Wortzahl dann tatsächlich zweitrangig. Irgendwann, nach ca. zwei Stunden, ist meine Inspiration erschöpft. Und dann gilt: Qualität statt Quantität. Das kann nach 2500 Worten sein, aber auch nach 300.

Gestern waren es 1600. Und jetzt stehe ich vor einer schwierigen Frage…

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