Immer wieder dieser Selbsoptimierungswahn…

Guten Morgen!

Momentan versuche ich, den Erwartungen gerecht zu werden; Kind muss unbedingt nach der Kita noch in einen Sportverein gesteckt werden, am besten noch Musikalische Früherziehung. 🙄 Man sollte ja alles zu Fuß erledigen, dazu nichts schleifen lassen…

Und so haben wir uns als Familie erlaubt, das Mögliche endlich auch möglich werden zu lassen: Unsere Tochter geht seit letzter Woche in den Sportverein, mein Mann und ich sind seit Donnerstag wieder Mitglieder im Kirchenchor. Und seit Montag versuche ich möglichst alles zu Fuß zu erledigen; es muss ja auch einen Vorteil geben, in der Stadt zu wohnen.

Ok, ich wollte eigentlich nicht alles zu Fuß erledigen, weil auch mit Auto alles anstrengend genug ist, aber die Spritpreise fordern Handeln. Das ist ok, momentan kann ich es Zeitlich einrichten, Stundenlang durch die Stadt zu laufen. Tut auch meiner Figur gut… Aber dafür bin ich gerade Platt, weil es für mich ungewohnt ist.

Es macht mich glücklich, alles zu Fuß zu erledigen, weil ich damit viele Fliegen mit einer Klatsche schlage: zum einen ist es gesund für mich, zum anderen gesund für mein Kind, zum dritten ist der Hund dann nicht mehr nur ausgelastet sondern platt.

Ich bin dann zwar Zufrieden, etwas neues, gutes in meinen Alltag integriert zu haben, bin dann aber jetzt erstmal so geplättet, dass andere wichtige Punkte des Alltags leiden müssen. Heute zum Beispiel meine Kreativität, meine Gedanken befinden sich noch im Tiefschlaf.

Gleich werde ich das erste Mal Romanitjersey vernähen. Dieser Jersey fühlt sich ganz anders an als alles, was ich an Jersey oder Sweat jemals in Händen hielt. Deshalb bin ich tatsächlich aufgeregt, vor allem weil es ein Rock nach eigenem Schnitt werden soll. 😶😄 Nur was ganz simples.

Dazu ein Wasserfalloberteil aus einem dehnbaren Blusenstoff. Das ist gerade das erste Mal, dass ich wegen des Nähens Versagensängste habe; mir ist das Resultat diesmal besonders wichtig und ich kann es mir nicht leisten, einen Fehlschlag mit „Lehrgeld“ abzutun, in den nächsten Stoffladen zu fahren und Nachschub zu besorgen.

Also wüscht mir Glück und baldige Gewöhnung an die neuen guten Gewohnheiten. 🥴😊

Ich möchte gerne mit einem Vers aus der Bibel abschließen. Er hat nicht viel mit dem zu tun, was ich hier schrieb, sondern mehr damit was uns gerade alle in Atem hält.

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

2 Thimotheus 1:7

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