Ne, Bücher schreiben ist nicht mein Ding

Das sag ich immer. „Meine Geschichte muss als Spiel oder Comic erzählt werden“, ergänze ich immer.

Aber das würde mein ganzes Leben brauchen, ich hab jetzt schon zehn Jahre meines Lebens an dieser Geschichte geformt. Langsam wird es lächerlich. Und dann habe ich mich gefragt, was ich mit meinem Restleben anstellen will. Irgendwas gutes.

Anstatt meine Freizeit zu 100% an ein Spaßprojekt wie „Diaspora – Twin Saga“ zu opfern, möchte ich lieber Ehrenamtlich mehr tun. Ich weiß noch nicht, was. Lasst mich erstmal umziehen, dann werde ich schon sehen, wo ich brauchbar bin.

Aber 10 Jahre Geschichten- und Weltformung sollen nicht komplett verschwendet sein, dachte ich mir. Diese Geschichte zu erzählen ist für mich ein Bedürfnis wie Essen oder Trinken. Und ja; dann hab ich mich vor genau einer Woche dazu entschlossen, die Geschichte, so gut ich eben kann als untalentierte Möchtegern-Schriftstellerin in Romanform zu erzählen. Was soll ich sagen? Ich hab zwei Probeleser und beide mussten nach 2000 Worten weinen. Nicht weil es schlecht ist, okay? Sondern weil die Stelle so unglaublich traurig ist. Beide verdonnern mich auch nach 5500 Worten regelrecht dazu, weiterzuschreiben. 😆

Vielleicht bin ich ja garnicht so schlecht wie ich immer denke. Und „schreiben ist nicht so mein Ding“ war wohl eine Lüge an mich selbst: ich bin ja regelrecht emotional mitgeflossen; ich kann den Zustand garnicht beschreiben. Ich liebe es, zu schreiben, ich musste mich nur trauen.

Für mich gilt: Hauptsache, die Geschichte wird jetzt endlich erzählt. Ob sie Anklang findet, ist zweitrangig. Nicht dass ich mich nicht freuen würde.

Das bedeutet, dass ich alle Spielprogrammierungen bis auf weiteres einstelle, mein Fokus liegt darauf, ein Buch zu schreiben, ich versuche jeden Tag 1000 bis 2000 Worte zu schreiben, aber es gibt in meinem Leben immer Tage, an denen ich das Ziel verfehle. Momentan bin ich bei guten 7000 Worten, davon sind aber drei Seiten eine Spoilerige Zusammenfassung des halben Buchs, wenn es nicht sogar mehrere werden müssen. Die Seiten, die ich bisher geschrieben habe, hätte ich vermutlich sonst in zwei Sätzen in dieser Zusammenfassung erwähnt.

Naja und im Moment bin ich an einer Stelle, die ich noch schwierig zu umschreiben finde, da werde ich ein Weilchen dran knabbern und mehrmals umschreiben müssen. Ich brenne darauf, euch einen Ausschnitt oder ein Kapitel zu präsentieren! Aber ich finde das Buch nicht gerade FSK 6; wenn ich es laut vorlese gehe ich immer sicher, dass meine Tochter nicht in der Nähe ist. Und bin mir nicht sicher, wie ich den Jugendschutz einhalten kann.

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