Nüchternes Fazit

Also die gute Nachricht ist: ich bin wieder da. Eine lange Zeit musste ich mit meinem „mobilen Büro“ überbrücken. Das war chaotisch, stressig und nervenaufreibend. Oft habe ich nicht gewusst, wo mir der Kopf steht. Ich habe alles dafür gegeben, den Tag strukturiert zu überstehen, aber am Ende lief dann doch nicht alles nach Plan. Doch nun sitze ich gerade tatsächlich in meinem endgültigen Arbeits- und Hobbyraum. Und es fühlt sich an wie Urlaub. Ich bin noch dabei, runterzukommen.

Ich habe lange davon geträumt, solch einen Raum mein Eigen nennen zu dürfen. Zugegeben, er ist nicht groß, aber er ist sehr Hell. Es wird ein wenig Geschick kosten, all meinen Arbeits- und Hobbyplunder hier elegant unterzubringen, doch das wird mir eine Freude sein. Ich liebe das Gefühl, endlich einen Raum zu haben, in dem ich mich entfalten kann, das ist ein absolutes Upgrade. Und ich freue mich schon auf das Wohnzimmer, in dem kein Kunstkram mehr rumfliegt. Es sei denn, ich entscheide mich mal, dort zu malen.

Jetzt gerade bin ich eigentlich nüchtern sprachlos. Ich weiß nicht, was ich über die letzten Wochen, in denen es von mir nichts zu hören gab, erzählen kann. Eigentlich steckten wir die ganze Zeit in einem zähen Umzug, lange war nicht klar, ob wir überhaupt rechtzeitig zur Schlüsselübergabe der ehemaligen Wohnung hier einziehen dürften. Und wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass dieser Umzug immer noch nicht vollbracht ist. Aber es ist endlich eine gewisse Normalität eingekehrt.

Obendrein bin ich seit knapp einer Woche ein Karlchen. (Ein Karlchen ist ein Mitarbeiter bei Karlchens Backstube, falls euch Karlchen nichts sagt…) Wie ich euch diesen Plottwist erklären kann? Sagen wir, ich brauchte einen Nebenjob und habe mich dorthin von Gott lenken lassen, dabei kommt immer nur gutes bei raus. 🙂 Ich hätte ahnen können, dass mir der Verkauf Spaß macht, nachdem ich ein heimlicher Fan von Spielen wie der Turbo Pizza-Reihe, von Papa’s Wasauchimmeria und auch von Cake Mania bin. Also, ich finde die Tätigkeit, abgesehen davon, dass ich natürlich blutige Anfängerin bin, ganz Unterhaltsam.

Das Aber: Ich bin natürlich zuverlässig, aber nach all der Freiheit, die ich die letzten Monate schmecken durfte, wehrt sich alles in mir, mich Schichtplänen unterzuordnen. Und was mich am meisten stört ist, dass ich die Beste Zeit des Tages arbeiten muss, damit meine Arbeitszeit nicht mit den Kitazeiten kollidiert. Ich würde Früh- oder Spätschichten deutlich bevorzugen, aber das geht Momentan nicht. Ich hoffe, dass diese gewisse Allergie auf Schichtpläne bald von alleine abebbt, denn bis auf diesen Makel, der mir selbst zu verschulden ist, gibt es für mich absolut nichts an dem Job zu beanstanden.

Im Gegenteil; ich denke, es hat seine Gründe, weshalb mich Gott hier haben möchte. Alleine, mal eine ganz andere Arbeitswelt zu sehen, ist diesen Job wert. Ich mache Erfahrungen, die mich nicht nur als Geschichtenerzählerin, sondern auch als Person weiser machen. Naja, und vielleicht soll ich gerade die Allergie auf Schichtpläne mal loswerden. Für mich ist ein Job ein Job. Solange er Freude bereitet, ist er gut. Ob er gut angesehen ist oder nicht, ist mir egal.

Und eine Leidenschaft ist eine Leidenschaft. Dies HIER, diese Seite, meine Kunst, Grafikdesign. Das ist meine Leidenschaft. Das möchte ich machen. Ich bin Alltagshübsch. Ich bin gut. Und ich habe sogar Stammkunden. Ich bin einfach nur schlecht in Kundenakquise.

Dann teile ich euch einfach mal meine Zeiten mit: Wochentags könnt ihr mich telefonisch immer ab 15:30 erreichen. Ihr könnt es auch gerne eher versuchen, aber da kann ich meine Anwesenheit nicht mehr garantieren.

Dann wünsche ich euch noch einen angenehmen November. Kleiner Tipp: Deckt euch mit Weihnachtsgeschenken ein, dann könnt ihr die Adventszeit entspannt genießen. 🙂 Wenn es euch betrifft: seid ihr auch solche Eltern, die sich eine Liste schreiben, was sie alles in der Adventszeit mit ihren Kindern gemacht haben wollen? Ich bin da ganz schlimm und setze mich unnötig unter Druck. Ich bin sogar so verrückt, ich überlege, was ich den Erziehern selbstgenähtes zu Weihnachten schenken kann. Dabei behandeln sie mich und meine Tochter von Oben herab. 😓

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