Dieses Bild ist mehr eine Fanart an die Kunst des Geschichtenerzählens selbst.
Es ist kein Selbstbildnis oder so, denn das Original ist zu Zeiten entstanden, zu denen ich keine Geschichtenerzählerin war, und mir das auch nie zugetraut hätte.

In einem Buch steckt immer ein Teil der Seele des Autors: Seine Persönlichkeit, seine Erfahrung. Ein Buch ist eine Teiloffenbarung des Autors.
So stellte ich den Autor als eine Art Buchgeist dar.

Steckt in jedem Werk, auch abseits der Literatur ein Stück Seele? Ja vermutlich.
Oder eher ein Abbild von ihr, würde ich mich inzwischen korrigieren.
Ich habe mich für ein kitschigeres Farbprofil entschieden, denn Zuckerwattefarben tun meiner Seele gut, und Seelenbalsam habe ich in solch düsteren Zeiten (Krisen, Inflation, etc.) echt nötig.
So ist lesen doch auch wohltuend, ein Autor nichts anderes als ein Entertainer, der dem Leser ein wohltuendes oder nützliches, unterhaltsames oder produktives Erlebnis bieten möchte oder sich selbst etwas von der Seele schreiben mag.
